Wie Dankbarkeit dich reich und glücklich macht | naturcoaching münster
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Wie Dankbarkeit dich reich und glücklich macht

Es sind nicht die glücklichen Menschen, die dankbar sind. Es sind die dankbaren Menschen, die glücklich sind. - Francis Bacon

 

Kürzlich hat sich in meinem Leben folgende kleine Geschichte ereignet: unsere neuen Nachbarn haben uns zur Einweihung in ihre Wohnung eingeladen – Neubau, so richtig viel Raum und alles vom feinsten. Das Zuhause war mit teuren Designermöbeln ausgestattet, das Bad schien direkt einem Raumausstatter-Katalog zu entspringen und die Küche sah aus, als hätte sie ein halbes Vermögen gekostet – ein absoluter Traum!

Als ich noch mit halboffenem Mund am Esstisch platznahm (Eiche Vollholz), spürte ich, wie sich ein Gefühl von Neid in mir ausbreitete und sich eine kleine Stimme in meinem Kopf meldete:

„Hey Jens, hast du den Tisch gesehen? Ey, du musst unbedingt auch so ein schickes Teil haben und deine Gäste zu beeindrucken. Und die Küche erst!? Sogar mit beleuchteten Schränken und so viel Platz zum Kochen! Sag mal, warum hast du das eigentlich nicht? Stimmt was nicht mir dir?!“

Glücklicherweise wurde ich mir dieser Stimme bewusst und es gelang mir sie ein wenig zum Schweigen zu bringen, das Gefühl von Neid jedoch blieb den ganzen Abend über irgendwie an mir kleben.

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Ist mehr immer besser?

 

In unserer Kultur legen wir großen Wert auf Konsum. Mehr, immer mehr muss es sein. Die Schuhe, die man gestern gekauft hat? Out! Das Auto, das erst ein Jahr alt ist? Zu wenig PS!

Täglich versprechen uns die Medien in ihren Werbeslogans immer dasselbe: dass wir nur richtig glücklich sein können, wenn wir Produkt X erworben haben oder durch Gesundheits- oder Pflegeprodukt Y ewig jung aussehen.

Und wenn wir diese Ziele erreicht haben, ist dann alles gut, sind wir dann glücklich? Vielleicht für einen Moment, aber inzwischen ist längst ein neues Produkt auf den Markt gekommen, unser Liebslings-Starlet verkündet, dass wir uns doch die Haare jetzt lieber rot färben sollten –  also schnell weiter zum nächsten Konsum- oder Status-Ziel, das Glück kann doch nur um die Ecke liegen?!

Du merkst schon, es ist ein Teufelskreis. Wenn wir unser Leben aus einer Haltung des Mangels heraus leben, immer darauf fokussiert sind, was uns noch fehlt, werden wir niemals einen Zustand von Glück und Zufriedenheit erreichen. Im Gegenteil, in uns entsteht eine Leere und da wir es nicht besser wissen füllen wir sie – mit Konsum.

 

Wenn du reich werden willst, sei dankbar für das, was du hast. 

 

Vieles um uns herum ist für uns so alltäglich und normal geworden, dass wir es gar nicht mehr sehen und wertschätzen.

Mit diesem Post will ich dich einladen, eine andere Haltung anzunehmen. Wie wäre es, statt eine innere Leere zu spüren, die Fülle deines Lebens wahrzunehmen? Erfüllt und glücklich zu sein, mit den Dingen, die du hast und mit dem, wer du bist?

Es mag im ersten Moment vielleicht zu banal und offensichtlich sein, aber hier mal ein paar Beispiele, die mit großer Sicherheit auch auf dein Leben zutreffen:

  • Du hast ein Dach über deinen Kopf
  • Du lebst in einem der sichersten Länder der Welt
  • Du bist krankenversichert und kannst jederzeit zum Arzt gehen
  • Du hast genug Geld um dir etwas zum Essen zu leisten
  • Du kannst diesen Artikel lesen, d.h. du hast eine entsprechende Bildung genossen

 

Natürlich ist nicht alles perfekt. Das Dach über dem Kopf tropft vielleicht ein bisschen oder könnte schöner sein. Und auch unser Gesundheitssystem hat seine Mängel. Klar. Es geht mir auch nicht darum, dass du eine Situation, die dich nervt, einfach weiter hinnehmen und akzeptieren sollst (wenn du wirklich im Regen stehst, dann werde aktiv – suche dir eine Wohnung die trocken ist).

Genau so will ich dich auch nicht dazu drängen, der Konsumwelt den Rücken zu kehren und wie ein Asket zu leben. Es ist völlig okay sich hin und wieder einmal bewusst etwas zu gönnen.

Vielmehr will ich dich dazu ermutigen, bewusst mehr Dankbarkeit für die Dinge, Menschen du Umstände zu äußern, die bereits in deinem Leben sind: die nette Nachbarin, die morgens grüßt. Das Bild, dass dein Kind für dich gemalt hat. Dass du einen gesunden Körper hast und zum Sport gehen kannst. Was auch immer es für dich ist, mach dir bewusst wie reich du eigentlich bist.

Manche Naturvölker danken beispielsweise jeden Tag der Sonne dafür, dass sie aufgegangen ist und die Kälte und Dunkelheit der Nacht durchbrochen hat – wann hast du das letzte Mal der Sonne Dank gesagt, dass sie deinen Tag erhellt?

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Glücklicher sein durch Dankbarkeit

 

Wenn du deine Dankbarkeit bewusst eine Weile kultivierst, wird sich dein Leben unter Garantie nachhaltig verändern. Dein Bedürfnis nach mehr Konsum und Anerkennung wird immer mehr schwinden und ein Gefühl von Freude und Glück – auch und gerade über die kleinen Dinge des Lebens – wird sich einstellen.

Du hast dann nicht mehr das Gefühl etwas zu brauchen. Viel mehr noch, du kommst immer mehr in einen Zustand, in dem du freiheraus geben kannst: natürlich dein Geld, wenn du es dir leisten kannst, aber viel wichtiger: deine Zeit, deine Liebe, deine Aufmerksamkeit, dein Mitgefühl.

Im Sog unseres oftmals turbulenten Alltags ist es leicht den Blick für die wichtigen Dinge des verlieren. Daher empfehle ich dir, dir bewusst die Zeit zu nehmen und das dankbar sein aktiv in deinen Tagesablauf zu integrieren.

 

Tipps, wie du deine Dankbarkeit kultivieren kannst

 

Im Folgenden ein paar Beispiele, wie du Dankbarkeit in deinen Alltag integrieren kannst. Ich nutze diese Methoden selbst und kann daher bezeugen, dass sie funktionieren.

 

Schreibe ein Dankbarkeitstagebuch

Besorg dir ein kleines Notizbuch und lege es zusammen mit einem Stift neben dein Bett. Nimm ein schönes Büchlein, das du gerne in die Hand nimmst, schließlich soll die Übung auch Freude bereiten. Jeden Morgen nach dem Aufstehen und jeden Abend kurz bevor du das Licht ausmachst notierst du, wofür du heute Dankbar bist.

Liste mindestens 3 Dinge auf. Mach es dir einfach, schreibe einfach nur Stichwörter. Das hilft, dranzubleiben und die Dankbarkeit nachhaltig zu kultivieren. Wichtig ist, dass du ganz bei der Sache bist und das Gefühl von Glück und Freude in der aufkommt, wenn du diese Dinge notierst. Diese kleine Übung, die nicht mehr als 5 Minuten dauert, kann dein Leben nachhaltig verändern.

 

Sprich einen Dank vor jedem Essen

 Ich war nie ein großer Fan von Tischgebeten. Aber dieses kleine Ritual, welches ich von einem guten Freund übernommen habe, macht sogar mir jedes Mal große Freude. Immer wenn ich meiner Frau am reich gedeckten Esstisch sitze, der Duft uns in die Nase steigt und wir uns eigentlich direkt auf das Mahl stürzen wollen, halten wir kurz inne. Wir nehmen uns bei den Händen und äußern, wofür wir heute dankbar sind. Manchmal ist es nur ein Wort, manchmal eine kleine Geschichte, die einer von uns an diesem Tag erlebt hat. Das lässt uns das Geschehene nochmal bewusst werden und so schaffen wir es auch an turbulenten, stressigen Tagen einen kleinen Goldschatz für uns zu heben. Einen Goldschatz jeden Tag, wenn das nicht mal Reichtum ist!

Die Möglichkeiten, deine Dankbarkeit zu äußern sind grenzenlos. Sei kreativ und suche etwas das zu dir passt. Ein Gebet, ein Lied, dass du unter der Dusche singst, ein tägliches Gespräch, das du mit einer lieben Person führst und in dem ihr euch mitteilt, wofür ihr heute dankbar seid. Wichtig ist nur: sei dir der Fülle deines Lebens bewusst.

 

Von der Leere in die Fülle

 

Zum Schluss dieses Beitrags will ich noch die Geschichte vom Besuch der Nachbarn zu Ende erzählen:

Als wir nach einem schönen Abend in unserer viel kleineren und deutlich weniger luxuriös ausgestatteten Wohnung ankamen, dachte ich plötzlich: „Wow, wie dankbar ich bin, dass unsere monatliche Miete so günstig ist. Und wie dankbar ich bin, dass ich nicht so viel Wohnraum sauber halten muss. Und wie dankbar ich bin, dass ich mir keine Sorgen machen muss, wenn mal ein Fleck auf eines unserer selbstgebauten Möbelstücke kommt.

Und wie dankbar ich bin, dass ich so nette Nachbarn habe, die mich zum Abendessen einladen und bei denen ich auch in Zukunft gerne wieder an einem schönen Esstisch sitzen darf.“

Plötzlich löste sich der Neid von mir und ich fühlte mich absolut glücklich und erfüllt.

 

Wofür bist du heute dankbar? Wie kultivierst du deine Dankbarkeit? Teile uns deine Geschichten, Tipps und Strategien gerne in einem Kommentar mit.

 

 

 

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