Wie du mit Ritualen ein bewussteres Leben führen kannst | naturcoaching münster
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Wie du mit Ritualen ein bewussteres Leben führen kannst

Ri­tu­al, das; wiederholtes, immer gleichbleibendes, regelmäßiges Vorgehen nach einer festgelegten Ordnung; Zeremoniell

So heißt es im Duden. Rituale sind aber viel mehr als eine wiederkehrende Handlung. Sie sind ein unsichtbares Bindeglied, das unseren Alltag zusammenhält und wichtiger Bestandteil für unsere geistige Ausgeglichenheit.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Wie Rituale bewusst oder unbewusst dein Leben zusammenhalten
  • Warum Rituale wichtig sind
  • Wie du bewusst Rituale in deinen Alltag integrieren kannst
  • Tipps und Ideen, mit denen du eigene Rituale entwickeln kannst

 

Die versteckten Rituale in deinem Alltag

Im Alltag bist du ständig von Ritualen umgeben. Und dazu musst du nicht in die Kirche gehen. Wenn du genau hinschaust wirst du feststellen, dass dein Leben mit sich täglich, wöchentlich oder jährlich wiederholenden oder auch einmaligen „Festakten“ durchzogen ist. Sie reichen von groß und eindringlich bis klein und unscheinbar. Ein paar Beispiele, die dir bekannt vorkommen werden:

  • der morgendliche Kaffee
  • die gemeinsame Mittagspause mit den Kollegen
  • das Feierabendbier am Ende des Arbeitstages
  • regelmäßig Sport treiben
  • Geburtstage
  • Feste wie Weihnachten, Ostern, Silvester
  • Hochzeiten

In unserer Kultur bezeichnen wir diese Dinge normalerweise nicht als Rituale und vielleicht mag dir das Wort auch seltsam mystisch, spirituell oder esotherisch vorkommen. Vielleicht ist dir das Wort „Zeremonie“, „Routine“ oder „Festakt“ auch lieber, das ist völlig okay (ich fände es übrigens absolut cool, wenn du aus deinem täglichen Morgen-Kaffee einen Festakt machst :-)).

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Warum Rituale wichtig sind

Welches Wort auch immer für dich das passende sein mag, Fakt ist, dass sich Rituale in deinem Alltag wiederfinden und ihn auf meist unsichtbare Weise zusammenhalten. Das wird uns oft erst dann bewusst, wenn wir ein liebgewonnenes Ritual einmal auslassen müssen oder es irgendwelchen Gründen nicht stattfindet. Kannst du dir vorstellen, deinen Geburtstag einfach ausfallen zu lassen, Weihnachten nicht wie vielleicht üblich im Kreise deiner Liebsten zu verbringen oder – noch viel schlimmer – auf besagten Morgen-Kaffee zu verzichten? Allein der Gedanke daran kann ein ungutes Gefühl in uns auslösen.

„Auch der Geist braucht Ordnung und diese Ordnung stellen wir mit Ritualen her“, sagte einmal einer meiner Lehrer zu mir. Dieses „ungute Gefühl“, von dem ich sprach, ist ein Ausdruck eines verwirrten Geistes.

Rituale dienen dazu Lebensübergänge bewusst und sichtbar zu machen. Sie helfen, uns von einem „Seinszustand“ in den anderen zu bewegen. Klingt komisch? Vielleicht helfen ein paar Beispiele: Mit Korkenknallen und Böllern markieren wir an Silvester den Übergang ins neue Jahr. Mit Geschenken, Kuchen und Kerzen feiern wir den Übergang in ein neues Lebensjahr und mit dem morgendlichen Kaffee (du merkst schon, der spielt in meinem Lebe eine wichtige Rolle!) markieren wir den Übergang vom schläfrigen, gemütlichen Morgen zum konzentrierten, produktiven Arbeitstag.

Rituale sprechen das Unterbewusstsein an und machen somit Lebensübergänge auf vielen Wahrnehmungsebenen erfahrbar. Sie bringen – wie gesagt – unseren Geist in Ordnung. Rituale sind somit ein wichtiges Element für unsere geistige Ausgeglichenheit.

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Deine eigenen Rituale kreieren

Ich glaube, dass es für ein bewusstes Leben ganz wichtig ist, Rituale gezielt in das eigene Leben zu integrieren um relevante Übergange für dich klar zu markieren und zu feiern. Die Anlässe und Gründe hierfür können ganz verschieden sein, solange sie sich stimmig für dich anfühlen.

Ereignisse für „einmalige“ Rituale könnten sein:

  • einen Jobwechsel oder eine Beförderung zu feiern
  • einen lieben, verstorbenen Menschen zu verabschieden
  • einen klaren Schlussstrich unter das Ende einer Beziehung zu ziehen
  • den Übergang ins Studium, die neue Wohnung, die Rente zu zelebrieren

 

Ideen für wiederkehrende Rituale:

  • ein Morgenritual gestalten (Google doch mal nach „morning routine“)
  • die Beziehung mit der/dem Partner/in ehren
  • ganz bewusst mit der ganzen Familie zu Abend essen
  • eine Geschichte vorlesen als Gute-Nacht-Ritual für deine Kinder

 

Wie du dein Ritual für dich gestaltest kann ganz unterschiedlich sein – laut und bombastisch oder ganz leise und besinnlich. Im Kreise mit lieben Menschen oder alleine. In deinem Zuhause oder draußen an einem besonderen Platz in der Natur. Bei allem solltest du immer ein gutes Gefühl haben, es soll sich gut und richtig und nicht künstlich und gestellt anfühlen.

Wiederkehrende Rituale sollten möglichst immer gleich ablaufen, sodass dein Geist darin zur Ruhe kommen kann und du nicht ständig fragen musst „was kommt als nächstes?“ oder „was soll ich jetzt tun?“ Bei meinen Großeltern gibt es z.B. seit Jahrzehnten immer das gleiche Abendessen zu Weihnachten. Für den Geist meiner Großmutter sehr beruhigend, denn sie muss sich nicht jedes Mal erneut den Kopf zerbrechen, was dieses Jahr zu Weihnachten auf den Tisch kommt.

Welche „Handlungen“ du in dein Ritual mit einbeziehen willst ist auch völlig dir überlassen. Du kannst trommeln, tanzen, singen. Vielleicht möchstest du einen Dank sprechen, schweigen, meditieren oder räuchern. Oder du kannst dir Notizen machen, deinen Gedanken nachhängen, dein Lieblingsgetränk zubereiten, etc.

 

Tipps und Ideen für Rituale in deinem Leben

Du hast Lust Rituale in dein Leben zu integrieren, brauchst aber noch ein paar Anregungen? Hier mal ein paar Inspirationen aus meiner Sammlung, die ich von den verschiedensten Menschen, Kulturen und Ländern zusammengetragen habe:

  • den Morgen mit dem Yoga-Sonnengruß willkommen heißen
  • den Körper mit Salbei räuchern, um negative Energien loszulassen
  • eine wöchentliche „Datenight“ mit dem/der Liebsten
  • das Wochenende am Freitagabend mit Kakao und Süßigkeiten starten
  • vor jeder Mahlzeit einen Dank aussprechen
  • einen regelmäßigen Frauen-/Männerabend veranstalten
  • den monatlichen Spieleabend mit Freunden
  • am Morgen 10 Minuten meditieren
  • für Männer: den Bart mit Pinsel und Rasiermesser pflegen

 

Hast du bereits eigene Rituale, die du regelmäßig in deinen Alltag einbaust? Dann lass mich in einem Kommentar davon wissen und inspiriere andere mit deinen Ideen!

 

 

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